Schlagwort-Archiv: Normativität des Staates

Working Paper #3:
Andreas Anter: Die Chimäre vom "Ende des Staates" und der Ordnungsbedarf der Gesellschaft

Abstract (deutsch) »

Das verbreitete Bild vom „Ende des Staates“ hat sich als Trugbild erwiesen, denn der Staat ist nach wie vor sehr lebendig. Gleichwohl befindet er sich derzeit in seiner Eigenschaft als Ordnungsgarant in einem tief greifenden Wandlungsprozess. Die widersprüchlichen Befunde zur Staatlichkeit resultieren nicht zuletzt aus der Simultanität von zwei gegenläufigen Entwicklungen: dem Rückzug des Staates in Gestalt von Privatisierung und Deregulierung, und seinem Vormarsch in Form der Usurpation immer neuer Aufgaben. Der Staat ist, wie dieser Beitrag deutlich macht, auch in normativer Hinsicht unverzichtbar, denn er verkörpert die Bedingung der Möglichkeit, demokratisch legitimierte Entscheidungen durchsetzen zu können.

Abstract (English) »

The widespread predictions about the “end of the state” turned out to be a mirage, because the state is still very much alive. In recent years, however, the state is part of a profound process of change in its capacity as guarantor of public order. The contradictory images of statehood in present political science are not least based on the fact of two opposing trends: the retreat of the state in form of privatization, and its advance in the form of permanent appropriation of new tasks. This article argues that the state is indispensable in normative terms, because it represents the condition of possibility to enforce legitimate democratic decisions.

Keywords: State, monopoly of violence, need for order,
normativity of the state.

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